Der Schauplatz Brunngasse ist an wiederkehrenden stadt- und landesweiten Veranstaltungen wie dem Internationalen Museumstag, der Langen Nacht der Museen oder dem Europäischen Tag der jüdischen Kultur beteiligt. Daneben werden hier ausgewählte Veranstaltungen durchgeführt. Für aktuelle Informationen besuchen Sie regelmässig unsere Website oder abonnieren Sie unseren Newsletter.
Agenda
Erinnerungswerke. Ein Gespräch mit Vivianne Berg
Im Hof der ehemaligen Synagoge an der Froschaugasse 4 erinnert eine Steintafel an die jüdische Gemeinde im Mittelalter. Im Gespräch mit Thomas Gamma gibt die Journalistin Vivianne Berg anlässlich des Jahrestages des Zürcher Pogroms von 1349 Auskunft über die spannende Geschichte dieser Tafel.
Zu Gast bei Frau Minne
Im Rahmen des vom Quartiertreff Altstadt organisierten Adventskalenders. Führung mit Thomas Gamma und Laura Falletta, anschliessend Apéro.
Virtueller Rundgang durch den Schauplatz & Vortrag zu «Esau in der Dusche»
Ein neues Format und eine Wiederentdeckung, in Kooperation mit dem ZIID
Der virtuelle Rundgang mit Laura Falletta (Kuratorin Schauplatz Brunngasse) bietet die niederschwellige Möglichkeit, diesen zentralen Ort jüdischer Identität im mittelalterlichen Zürich einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
1996 wurde an der Südwand des ehemaligen Festsaals der jüdischen Patrizierfamilie um Frau Minne ein Fragment entdeckt, das kurz danach wieder hinter den Fliesen einer neu eingebauten Dusche verschwand.
Im Rahmen des Umbaus kam «Esau» nun erneut zum Vorschein – eine seltene Gelegenheit für eine Bestandesaufnahme und kunsthistorische Einordnung. Online-Vortrag von Thomas Gamma (Museumsleiter).
In Kooperation mit dem Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID)
Frau Minne & James Joyce
Eine Kooperation zu 40 Jahre Zurich James Joyce Foundation und 5 Jahre Schauplatz Brunngasse
Schauplatz Brunngasse: Eine wohlhabende jüdische Familie gibt im 14. Jahrhundert prächtige Wandmalereien in Auftrag. Doch am 23. Februar 1349 kommt es in Zürich zu einem Pogrom, bei dem die Männer der jüdischen Gemeinde umgebracht, die Frauen und Kinder vertrieben werden.
Leopold Bloom: Die Hauptfigur des 1922 veröffentlichten Romans Ulysses, den James Joyce in Trieste, Zürich und Paris verfasste, ist jüdischer Herkunft und erleidet im Dublin des frühen 20. Jahrhunderts antisemitische Ausgrenzung.
Thomas Gamma (Schauplatz Brunngasse) und Ursula Zeller (Zurich James Joyce Foundation) kuratieren einen Dialog zu Diskriminierung und Zugehörigkeit im Zürich des 14. Jahrhunderts und in Dublin im Jahr 1904.
Eintritt frei. Beschränkte Anzahl Plätze.
Anmeldung via info@schauplatz-brunngasse.ch
Lesung mit Yevgeniy Breyger wegen Krankheit abgesagt
Im Rahmen von Zürich liest
Yevgeniy Breyger, 1989 in der Ukraine geboren, liest im Rahmen von Zürich liest aus seinem Lyrikband «Frieden ohne Krieg» (kookbooks 2023) und – zum ersten Mal! – aus seinem 2027 bei Suhrkamp erscheinenden ersten Roman, in dem es um eine jüdische Familiengeschichte von 1930 bis in die Gegenwart geht.
Europäische Tage des Denkmals
«Sondierungen an der Ostwand»
Eine Führung mit einer angehenden Restauratorin
Als die Wandmalerei an der Brunngasse im Jahr 1996 entdeckt wurde, konnte nur ein Teil freigelegt werden. Um die Geschichte dieses um 1330 von einer jüdischen Familie in Auftrag gegebenen Kunstwerks eingehender zu erforschen, finden seit Herbst 2024 in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Konservierung und Restaurierung der Hochschule der Künste Bern Sondierungen an einem Teil der Ostwand statt. Eine angehende Restauratorin wird an diesem Abend von ihren Erfahrungen und Entdeckungen berichten.
Europäischer Tag der Jüdischen Kultur
Vorträge von Ron Epstein-Mil und Thomas Gamma
Am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur finden an der Brunngasse zwei Vorträge statt:
13.00 Uhr
Moses ben Menachem und der Zürcher Semak – eine Spurensuche
Ron Epstein-Mil
14.00 Uhr
Süsskind von Trimberg: ein jüdischer Dichter im Codex Manesse?
Thomas Gamma
Lange Nacht der Zürcher Museen 2025
Spezialführungen und Rätseltour für das junge Publikum, musikalisch begleitet vom hauseigenen DJ
An der Langen Nacht der Zürcher Museen 2025 begrüssen wir Sie ganz herzlich bei uns in der Brunngasse von 18.00 Uhr bis Mitternacht. Dieses Jahr wartet ein vielfältiges Programm. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine 30-minütige Spezialführung. Zwischen den Führungen erwartet Sie eine musikalische Atmosphäre, kreiert von unserem hauseigenen DJ. Für das jüngere Publikum gibt es eine kurze Rätseltour.
Kohabitation und Konfrontation. Das Haus an der Brunngasse in Zürich und seine Bedeutung als Lernort zur europäisch-jüdischen Geschichte
Ein Vortrag von Johannes Heil
Das Haus Brunngasse in Zürich ist ein erstrangiges Zeugnis europäisch- jüdischer Kultur und Geschichte. Das gilt allein schon für seine Ausstattung, aber damit nicht genug: an diesem Ort verdichten sich auf einzigartige Weise Höhen und Tiefen des Zusammenlebens von Juden mit Christen im Mittelalter: da ist einmal der Festsaal, in dem die Hauseigentümer mit ihren Gästen ohne Ansehung ihrer Religionszugehörigkeit zusammengekommen sind. Der Pestzug der Jahre 1347–50 raffte etwa ein Drittel der nordeuropäischen Bevölkerung dahin. Dem Gerücht, dass die Juden das «große Sterben» durch Vergiftung von Brunnen und Quellen bewerkstelligt hätten, fielen fast alle Judengemeinden von den Alpen bis an Nord- und Ostsee zum Opfer. Die Juden von Zürich wurden beim Pogrom vom 23. Februar 1349 umgebracht oder vertrieben. Der Vortrag zeichnet nach, wie eng das Zusammenleben von Mehrheit und Minderheit, in Zürich und anderswo, vor den Pogromen der Pestjahre 1349–50 gestaltet war. Dann stellt sich erst recht die Frage, was die vollständige, nämlich zu extremer Gewalt gesteigerte Umkehrung des bisherigen Beziehungsgefüges in Gang setze, wie der Weg von der Angst über das Gerücht zur Tat verlief und wer die Akteure waren, die das völlige Wegkippen einvernehmlicher Verhältnisse in Gang gebracht haben.
"König Salomon auf dem Thron. Ikonologie und Bedeutung eines Bildes aus dem dreiteiligen Machsor von 1322."
Vortrag von Leopold Kohn
Quelle: Hohes Lied der Liebe. Königin Saba und Dämon vor König Salomon. Machsor Tripartitum, Konstanz oder Bodenseeregion 1320, Budapest, Kaufmann Collection, A 384, fol. 183v.
"Auditive Vermittlungsformate"
Podiumsdiskussion mit Lucas Hagin und Elisabeth Sprenger
Ausgehend von der eigens für den Schauplatz Brunngasse entworfenen Audio-Installation "Eine Welt in Fragmenten" von Elisabeth Sprenger diskutieren wir, wie hörbare Inhalte – von Audioguides über Klanginstallationen bis hin zu innovativen Podcasts – dazu beitragen können, Kunst und Kultur auf eine neue und faszinierende Weise zu erleben.
Das Gespräch mit Elisabeth Sprenger (Künstlerin) und Lucas Hagin (Partner Audio-Cult) wird moderiert von Laura Falletta (Kuratorin Schauplatz Brunngasse).
"Frau Minne und die Zürcher Juden. Die mittelalterlichen Wandmalereien an der Brunngasse und ihr Kontext"
Buchvernissage im Stadthaus Zürich
Buchvernissage im Zürcher Stadthaus anlässlich der im Chronos Verlag erschienenen Publikation "Frau Minne und die Zürcher Juden. Die mittelalterlichen Wandmalereien an der Brunngasse und ihr Kontext" in der Schriftenreihe des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds. Herausgegeben von Brigitta Rotach, Dölf Wild, Ron Epstein-Mil und Ehud M. Landau.
"Gott richtet Welt und Wesen – Die Guten wie die Bösen"
Pessach im Schauplatz Brunngasse – ein Gespräch mit Michel Bollag